Es ist September! Der kraftvolle Sommer weicht nach einigen Comebackversuchen dem ansteigenden Herbst. Es wird Abends spürbar früher dunkel – wie jedes Jahr beginnen um diese Zeit auch die Diskusionen und die Berechtigung der Zeitumstellung, und die Morgen entsprechend deutlich frischer. Es ist das Monat der Fülle, in der die Natur tief in den Malkasten greift, um sich neu einzukleiden. Während sich die einen daran erfreuen, spüren andere die dunkle Zeit schon herannahen, für einige beginnt gar schon der Countdown für Weihnachten… Der Hebst zeigt uns, dass wir schon in der zweiten Jahreshälfte sind und macht uns deutlich wie Frühling und Sommer verlaufen sind. Es ist die Zeit der Reife, in der die Ernte eingefahren wird.

September war im alten Kalender des Monats der siebente Monat, bevor 153 v.Chr der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt wurde, weswegen er bis heute auch diesen Namen trägt. Er hat 30 Tage, er ist das Monat der Tag und Nachtgleiche, das Monat des Herbstbeginns. Er ist das Monat der Jungfrau und der beginnenden Waage. Es ist das Monat des heiligen Ägidius, der Heiligen Erzengel, der heiligen Gerhild, der heiligen Gerhard, Hermann, Rupert, Virgil und der heiligen Susanne.

 

September – Das Neue Arbeitsjahr beginnt

In meinem Leben haben sich im Laufe der Zeit drei echte „Jahresbeginne“ etabliert, die ich auch entsprechend gebührend feiere. Zunächst das Kalendarische Neujahr. Dieses hat – zumal es auch willkürlich eingerichtet ist, hat auch wenig funktionales und hat in diesem Sinne für mich auch zunehmend an Bedeutung verloren.
Der Frühlingsbeginn ist für mich zu einem echten Jahresbeginn geworden. Nicht nur für die Chinesen und die Perser ein grosses Fest, vor allem die Natur erwacht und mit ihr auch wir Menschen. Unter anderem ist es die Astrologie, die hier den Jahreskreis ebenso zu zählen beginnt. Und dann im September den Beginn des neuen Arbeitsjahres.

Schon die Kinder werden im Kindergarten – später durch die Schul- und Studienjahre, auf das „Arbeitsjahr“ eintrainiert. Ich selbst habe lange als Pädagoge gearbeitet und mein Sohn – selbst bis heuer noch in der Schule, war der September für uns alle eine Zäsur. Schon eine Woche vorher liefen die Vorbereitungen für das neue Schuljahr heiss. Und pünktlich zum ersten Schultag ging es mit neuen Kräften und voll motiviert in das Neue Jahr.

Es ist generell die Zeit, in der wir erholt aus dem Urlaub kommen und uns frisch und wieder an die Arbeit machen. Für die Kids bedeutet der September aber auch der tatsächliche Beginn einer neuen Entwicklungsstufe. Eine neue Klasse, heisst neue Herausforderungen, ein erklimmen  einer neuen Leiter. Es ist ebenso ein Gewahr werden des Erreichten auch wenn die Zeit, das zu geniessen – wie so oft im Leben zu kurz ist.

Bei uns Erwachsenen ist diese neue Entwicklungsstufe kaum noch zu spüren. Nicht etwa, weil sie nicht da ist, als weil wir sie uns zu selten bewusst machen. Zu oft arbeiten wir einfach vor uns hin, spulen Tag für tag, Monat für Monat, bis hin die Jahre hinunter ohne uns Gedanken zu machen. Was für Wissen und Erfahrungen sich mit der Zeit angesammelt? Gehts Euch auch so? Wer kennt das? Zurück aus dem Urlaub erholt und mit oft doch nur mässiger Freude wieder ans Werk, um spätestens mit dem ersten krassen Wetterinbruch wieder an den nächsten Urlaub zu denken.

 

 

Ernte

Es ist Füllezeit! Am Markt, am Obststand, am Feld, in der Natur, aber vor allem im eigenen Leben! Hier zeigt sich wie fleissig, wir das ganze Jahr bis jetzt waren, wie gut wir auf unsere Saat geachtet haben und unser Projekte und Ziele geht und gepflegt haben. „Wir ernten, was wir säen“ gilt natürlich auch für uns selbst.

Wer von Euch macht sich, am besten einmal im Jahr – und das ganz gleich zu welchem Jahresbeginn, bewusst, welche Kenntnisse er heuer gesammelt hat. um welche Erfahrungen er in diesem Jahr reicher geworden ist. Wo haben sich emotionale und soziale Kompetenzen verbessert. Welche Begegnung hat mich bereichert, von welchen Begegnungen durfte ich für mich lernen. Und wer von Euch erntet in seinem Leben, die Früchte seines Lebens?

Fülle hat etwas mit Glück zu tun. Es hat natürlich mit mir selbst zu tun. Und wer (noch)nicht spürt, dann liegt das an unserem Unterbewusstsein. Der erste Schritt dazu, ist sich Bewusst zu machen. Seine Gedanke, seine Gefühle, seine Handlungen und Herr darüber zu werden. Gedanken sind Energien, die in der Vergangenheit geschaffen wurden, die Gegenwart gestalte und die Zukunft formen. Wer Fülle ernten möchte, kann  nicht nur den Apfelbäumen gutes tun, sondern vor allem seine Gedanken positiv und gut formen.

 

Feiertage und Bräuche im September

Der September bietet keine gesetzliche Feiertage, schliesslich kommen wir ja alle frische us dem Urlaub, oder? Mariä Geburt am 8. und das Fest des heiligen Rupert am 24. Es ist die Zeit der Weinlese und der Weinfeste, die Zeit der Heurigen und des geselligen Beisammenseins in den spätsommerlichen Gärten. In den letzten Jahren haben sich diverse Zeltfeste und Kirtage etabliert, sodass der September auch zum Monat der Tracht, der Lederhose und des Dirndls etabliert hat. Jaja, wien hat auch schon ihre eigene Wiesn und der Ballkalender zählt allein in diesem Monat der Bälle in Tracht…

Abgesehen davon finde ich es unheimlich schön Traditionen zu pflegen und Tracht gehört ganz sicher dazu. Ich kenne viele Menschen die Tracht zu Hause haben, aber keine Anlässe finden sie zu tragen. dabei fällt mir eine Freundin ein, die mit ihren Arbeitskolleginnen vereinbart hatte einmal im Monat im Dirndl zu kommen. Was für ein schönes Bild, wenn ein Unternehmen plötzlich für einen Tag im bunten Dirndlrausch erstrahlt… Und wer jetzt bei Dirndl und Lederhose an rechtsdrehende Mozartkugeln denkt, dem sei gesagt, dass die beste Möglichkeit Tendenzen ihren negativen Beigeschmack zu nehmen, es ist ihnen eine neue Bedeutung zu geben.

Dirndl und Lederhose bedeutet in erster Linie Handwerk, das es braucht, damit dieses Kleidungsstück richtig sitzt. Es gibt Frauen in diesem Land, die das noch selbst tun, das Dirndl nähen. Ja es gibt sie die Dirndlmanufakturen, in den Länderein, die sich dieses Handwerk erhalten und wieder belebet haben, Stoffe in der alten Weise drucken und dann vernähen. Und es gibt Frauen, die ihrer Traditionen fröhnen, indem sie beispielsweise alter Bettwäsche ein neues Leben schenken. Das sind gute Gründe sich bewusst zu machen, wo man sich zugehörig fühlt und das auch nach zu tragen. Ich bin Grieche, ich trug als Schüler und Student gerne meine griechische Tracht. Und ich bin auch Wiener geworden. Und heute trage ich gerne Lederhose als Zeichen meiner Zugehörigkeit zu diesem Land.

 

September

 

Ich im September

Was kann ich in meinem Leben ernten, bin ich mir meiner Stärken bewusst? Der Neumond in der Jungfrau am 9.9. verheisst uns unsere Bestimmung zu finden, dem Leben einen Sinn zu geben und danach zu leben. In diesem Sinne, so wie es der beginnende Herbst macht, gilt es uns von allem zu befreien was wir im Leben nicht mehr brauchen. So wie die Bäume ihre Früchte darbieten und sich von den Blättern entledigen, ist es ein Weg Altes loszulassen und sich auf die süßen fruchtbringenden Dinge des Lebens zu konzentrieren.

 

lebenimleben im September

Das Neue Programm für die nächsten Monate geht diese Tage online, also bitte noch ein wenig Geduld. Nur soviel für den Moment. Neue Trainerausbildung mit neuen Schwerpunkten. Natürlich sind Gender und Diversity Kurse wieder dabei. Und neu ein Kurs für Singles, ein Workshop für Selbstbewusstsein… Viel Spass!

Alle Termine findet Ihr hier.

 

 

Ich wünsche Euch einen Guten Start in das neue Arbeitsjahr, viel Erfolg für das neue Schuljahr allen SchülerInnen und Eltern, ein lernreiches wundervolles Studienjahr und allen anderen einen ereignisreichen, schönen September!

Herzlichst Euer
Nikolas

 

 

 

Wer noch neugierig ist, hier gibt es mehr zu lesen… Hier passiert lebenimleben  auch…