L. sagte mir, sie werde Weihnachten im Kreise ihrer Familie feiern, jedoch möchte sie nicht in die Kirche gehen. Die Kirche habe sie schon lange für sich abgeschlossen. Das habe nichts mit glauben zu tun, aber mit der Kirche an sich könne sie nichts anfangen. … Kirchen seien schon magische Orte, die zum Meditieren einladen. Was sei dann das Problem, fragte ich….

Muss man mit der Politik, die die Kirche verfolgt, einverstanden sein, um in einem Haus des „Universums“ seine Spiritualität leben zu können. Kann es sein, dass Priester Menschen sind, die einer inneren Berufung folgen und ihr Leben Gott widmen, doch letzten Endes doch Menschen und somit manchmal auch fehlbar bleiben. Tatsächlich gibt es vieles, das in der Kirchen einen oft auch radikalen Reformen bedarf. Und je älter eine Institution, desto behäbiger auch die Mechanismen, um sie zu bewegen. Und auch die Wege dagegen Protest zu erheben mannigfaltig.

Doch gehört es auch zu diesem, deren Häuser zu meiden um zu einer persönlichen Spiritualität zu finden? Natürlich lässt es sich auf vielen Plätzen, die nicht von Glockentürmen und Kuppeln geprägt sind, mit dem Universum in Kontakt treten und so manche davon lassen ein wohliges Gefühl dabei entfalten. Doch was, wenn diese Flecken gerade nicht bei der Hand und wenn wir uns ehrlich sind, Kirchen finden sich praktisch an jedem Eck…. So können diese besonderen Orte einfach zum Ticket zur eigenen Spiritualität werden, einem Ort der einem verhilft für einen Augenblick sich selbst an die Quelle anzudocken und Kraft zu tanken.

Das Fest der Liebe ruft zur Besinnung auf den Ursprung und verteilt Tickets in eine selige Nacht.